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Klimastreik 2022 03 Banner

Wir rufen alle Lehrenden dazu auf, sich den Protesten am 25.3. rund um die Klimastreiks anzuschließen!

 

Am 25. März ist es wieder so weit: Menschen auf der ganzen Welt werden für eine klimagerechte Zukunft demonstrieren. Auch Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern sind gefordert, für das Überleben der Zivilisation und eine lebenswerte Zukunft für alle auf die Straße zu gehen. #PeopleNotProfit
Gerade wir Lehrer*innen sollten uns nicht hinter einer vermeintlichen Neutralität verstecken, denn aus dem wissenschaftlichen Standpunkt zu Klimakrise und Klimawende, dem Grundsatzerlass Politische Bildung sowie den ausbleibenden politischen Maßnahmen folgt klar die Notwendigkeit, für eine entsprechende Veränderung persönlich einzustehen und diese Veränderung auch in die Schule zu tragen.

Weitere Infos zum Streik finden sich bspw. auf https://fridaysforfuture.at/.

Die lokalen Demo-Treffpunkte für Lehrer*innen sind:

  • Wien: Formierung eines Allianzblocks ab 13 Uhr *HIER* (Rosenbursenstraße Ecke Stubenring vor dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz) | Demostart beim Stubentor um 13:30 Uhr.
  • Linz: Beim Lentos, bitte nach dem großen TFF-OÖ-Banner Ausschau halten!
  • Weitere Treffpunkte und Details zu ALLEN lokalen Demos in Österreich: https://fridaysforfuture.at/events/weltweiter-klimastreik-25-03-2022

 


 
Ob der Besuch von Demos im Rahmen des Unterrichts möglich ist, hängt vom Bundesland und zum Teil auch von den Direktionen ab. Wir denken aber, dass Lehrende sich da nicht hinter Schüler*innen verstecken müssen: Wir Teachers for Future gehen jedenfalls regelmäßig auf die Straße, und zwar immer wieder auch mit Klassen! Die Legitimation und aus unserer Sicht auch Legitimität dafür schöpfen wir aus einschlägigen Stellen in den Lehrplänen (Politische Bildung!), in den Schulgesetzen und in der Bundesverfassung.

Wie könnt ihr als Lehrende zu den Protesten beitragen?

  • Selbst hingehen! Viele Lehrende haben den Freitag Nachmittag frei, oder sogar einen ganzen freien Tag. Bitte zeigt eure Unterstützung für die Klimaschutzbewegung indem ihr persönlich hingeht!
  • Mit Schüler*innen hingehen! Infos dazu findet ihr weiter unten.
  • Unterricht verschieben: In vielen Schulen ist es möglich, den Nachmittagsunterricht mit Oberstufenklassen zu blocken. Blockt den Unterricht an einem anderen Tag und erleichtert es so den Schüler*innen – und euch selbst – zum Protest zu gehen.
  • Kolleg*innen motivieren: Sprecht mit anderen darüber, warum dieser Klimaprotest wichtig ist, und macht gemeinsame Pläne!
  • Druck erzeugen: Wir sind nicht nur in der Coronakrise, sondern auch in der wesentlich gefährlicheren Klimakrise. Warum gibt es noch keine klaren Ansagen zum weltweiten Klimastreik? Sprecht mit euren Direktionen, richtet Anfragen an Bildungsdirektionen und das Ministerium und erhöht so den Druck für eine klare Positionierung.

 


 

Weitere Informationen für Lehrkräfte

Stand 22.3.2022

 

Für Lehrer*innen, die gemeinsam mit Schüler*innen an den Klimastreiks teilnehmen wollen, haben wir einige wichtige Infos, praktische Tipps und nützliche Dateien wie Einverständniserklärungen, Arbeitsauftrag für die Demo und Infos zum Thema Aufsichtspflicht etc. zusammengestellt.

 

Die wichtigsten Infos:

  • Unsere Einschätzung zur Teilnahme mit Schulklassen im Angesicht der Corona-Pandemie und -Maßnahmen wird sich an dieser Stelle zeitgerecht vorm nächsten großen Klimastreik finden.
    Im September 2021 haben wir die Teilnahme für unbedenklich gehalten: Im Erlass vom 25. August 2021 zu diesem Thema ist geregelt, dass Schulveranstaltungen sowie schulbezogene Veranstaltungen auf der Risikostufe 1 und 2 möglich sind, jedoch jeweils eine sogenannte Risikoanalyse vorgenommen werden sollte (Stufe 1) bzw. muss (Stufe 2). Tipps zur Risikoanalyse finden sich auf Seite 27 im Erlass. Aus unserer Sicht musste diese Analyse damals günstig ausfallen, da der Klimastreik natürlich draußen stattgefunden hat, die Organisator*innen auf ein entsprechendes Sicherheitskonzept bedacht waren und auch bei der Anfahrt mit den Öffis ggf. ein MNS getragen werden konnte. Wie die Lage dbzgl. beim nächsten großen Klimastreik ist, werden wir dann sehen.
  • Eine einfache Möglichkeit des Demobesuchs mit Klassen bleiben natürlich Lehrausgänge, sofern gut organisiert.
  • Im Jahr 2019 hat das BMBWF per Erlass festgelegt, dass Schüler*innen im Rahmen von Schulveranstaltungen oder schulbezogenen Veranstaltungen am damaligen Earth Strike teilnehmen dürfen. Aus unserer Sicht (sowie auch aus Sicht von Insidern einer Bildungsdirektion) ist der Erlass auch auf alle weiteren (großen) Klimastreiks direkt anwendbar, da die Argumentation des Erlasses ihre Gültigkeit nicht verliert. Nachfolgend sammeln wir, welche Bildungsdirektionen die Streikteilnahmen von Schulen unterstützen:
    • Wien und Vorarlberg -- Die Bildungsdirektion für Wien und Vorarlberg haben bereits Anfang März 2022 den kommenden weltweiten Klimastreik (25.3.2022) per Verordnung (Wien, Vorarlberg) wieder explizit zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt! Diese beiden Bildungsdirektionen geben seit dem Earth Strike 2019 immer wieder entsprechende Verordnungen heraus.
      Solange sich die politische Besetzung der BD Wien nicht ändert, erwarten wir dies mit großer Sicherheit auch jeweils für die kommenden großen Klimastreiks.
    • ⊗ Oberösterreich -- Es gibt leider keine Verordnung, aber ein klares Unterstzungsbekenntnis, in dem sich die Bildungsdirektion für schulautonome Entscheidungen zum Klimastreik ausspricht.
    •  Die anderen Bildungsdirektionen konnten sich nach unserem Kenntnisstand und zum Teil trotz unserer Bemühungen leider nicht zu einer solchen Verordnung durchringen. Die schulautonomen Möglichkeiten bleiben per Erlass des BMBWF aber trotzdem aufrecht. Wir bleiben in der Zukunft weiter dran! 
  • Unabhängig von den Entscheidungen der Bildungsdirektionen (oder des Ministeriums) können die Schulen gesetzeskonform Folgendes selbst tun:
    • Der SGA bzw. das Klassen- oder Schulforum an der jeweiligen Schule (oder die jeweiligen Äquivalente an den anderen Schulstandorten) kann den Klimastreik zur schulbezogenen Veranstaltung erklären, sofern dies die zuständige Bildungsdirektion noch nicht getan hat. Dann können Schüler*innen einfach per Anmeldung und ggf. unter Aufsicht von Lehrer*innen legal am Klimastreik teilnehmen (vgl. Girls Day). Für ältere Schüler*innen kann nach günstiger Abwägung die Aufsicht vernachlässigt oder gelockert werden, andernfalls ist die Beaufsichtigung durch Lehrkräfte Voraussetzung für die Teilnahme.
    • Die jeweilige Schulleitung kann den Klimastreik zur Schulveranstaltung erklären. In diesem Fall ist die Teilnahme für Schüler*innen (z.B. die gesamte Oberstufe oder eine gesamte Klasse) jedenfalls verpflichtend. Diese Möglichkeit wird übrigens im BMBWF-Erlass explizit angesprochen.
  • Um die Demoteilnahme mit dem Unterricht zu verknüpfen, findet ihr zahlreiche Möglichkeiten auf unserer Materialseite, u.a. einen Arbeitsauftrag zur Demobeobachtung.
  • Wer die Eltern informieren oder sich deren Einverständnis zur Demoteilnahme einholen möchte, kann gerne unsere Vorlagen verwenden (siehe unten).
  • Nutzt die Gelegenheit, wenn ihr die Eltern informiert, und legt auch unsere Klimakrisen-Infobroschüre bei!

 

Praktische Tipps & Ideen für die Demoteilnahme:

  • Beachtet unseren 5-Stufen-Plan zur Aufsichtspflicht am Klimastreik, der auf dem Leitfaden der Jugendwohlfahrt zu diesem Thema beruht (Anmerkung: keine verbindliche Rechtsauskunft).
  • Allgemein empfehlen wir, eine Notfallnummer und fixe Treffpunkte an der Demoroute bekanntzugeben, an denen man sich sammeln kann, wenn jemand verlorengeht.
  • Nehmt etwas Hohes und gut Sichtbares mit, an dem eure Schüler*innen vom Weiten schon erkennen können, wo sich die Lehrer*innen und Mitschüler*innen aufhalten. Beispiel: Auf Karton beidseitig geklebtes Schullogo, befestigt an einem langen Stock.
  • Lasst eure Schüler*innen an diesem Tag gleichfärbige Kleidung tragen.
  • Geht als Schul-"Block": Malt große Banner und geht auf der Demo in einer großen, geschlossenen Gruppe. So habt ihr eine räumliche Abgrenzung zur restlichen Demo.
  • Faustregel: 1 Lehrkraft als Aufsichtsperson pro ca. 10 bis 15 Schüler*innen!

 

DEMOPAKET FÜR LEHRKRÄFTE | Alle nützlichen Dateien in diesem Zusammenhang findet ihr nachfolgend:

 

Für Fragen stehen wir euch gern zur Verfügung.

PS: Wenn ihr öfter etwas von uns mitbekommen wollt, meldet euch gerne gleich zum Mailnewsletter der Teachers for Future an!

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