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Wir rufen alle Lehrenden dazu auf, sich den Protesten am 24.9.2021 anzuschließen!

 

Am 24. September ist es wieder so weit: Die Bündnisplattform Klimaprotest, der auch Teachers for Future angehört, ruft zusammen mit Fridays for Future unter dem Motto “Raus aus der Klimakrise, rein in die Zukunft” zum Großstreik auf. Mehr Infos zum Protest von den Veranstalter*innen:

 

 

Ob der Besuch der Demo im Rahmen des Unterrichts möglich sein wird, das hängt vom Bundesland und zum Teil auch von den Direktionen ab. Wir denken aber, dass Lehrende sich da nicht hinter Schüler*innen verstecken müssen: Wir Teachers for Future werden jedenfalls auf die Straße gehen!

Wie könnt ihr als Lehrende zu den Protesten beitragen?

  • Selbst hingehen! Viele Lehrende haben den Freitag Nachmittag frei, oder sogar einen ganzen freien Tag. Bitte zeigt eure Unterstützung für die Klimaschutzbewegung indem ihr persönlich hingeht! Treffpunkte:
    • Wien: Wer möchte, kann sich dem Allianzenblock anschließen, bei dem wir Teachers for Future dabei sein werden: 11:55 Uhr ist Treffpunkt vor der großen Erdkugel vorm Zeiss-Planetarium (Oswald-Thomas-Platz 1) gemeinsam mit anderen For-Future-Bündnisgruppen.
    • Graz: Treffpunkt um 12 Uhr am Griesplatz. Von dort aus um 12:30 Aufsplittung in zwei Demos: Zu-Fuß-Demo und Alles-was rollt-Demo. Um 14 Uhr bei der Franz-Graf-Allee: Redebeiträge und Musikband-Auftritte.
    • Linz: Treffpunkt um 13:45 Uhr am *Brunnen des Bahnhofsvorplatzes*Wir haben Sandwich-Plakate mit unseren Forderungen an die BD OÖ dabei, die wir euch gerne zur Verfügung stellen.

 

  • Mit Schüler*innen hingehen! Infos dazu findet ihr weiter unten.
  • Unterricht verschieben: In vielen Schulen ist es möglich, den Nachmittagsunterricht mit Oberstufenklassen zu blocken. Blockt den Unterricht an einem anderen Tag und erleichtert es so den Schüler*innen – und euch selbst – zum Protest zu gehen.
  • Kolleg*innen motivieren: Sprecht mit anderen darüber, warum dieser Klimaprotest wichtig ist, und macht gemeinsame Pläne!
  • Druck erzeugen: Wir sind nicht nur in der Coronakrise, sondern auch in der wesentlich gefährlicheren Klimakrise. Warum gibt es noch keine klaren Ansagen zum weltweiten Klimastreik? Sprecht mit euren Direktionen, richtet Anfragen an Bildungsdirektionen und das Ministerium und erhöht so den Druck für eine klare Positionierung.

 


 

Weitere Informationen für Lehrkräfte

Stand 23.9.2021 (Änderungen mit !Rufzeichen! markiert)

 

Für Lehrer*innen, die gemeinsam mit Schüler*innen an den Klimastreiks teilnehmen wollen, haben wir einige wichtige Infos, praktische Tipps und nützliche Dateien wie Einverständniserklärungen, Arbeitsauftrag für die Demo und Infos zum Thema Aufsichtspflicht etc. zusammengestellt.

 

Die wichtigsten Infos:

  • Wir halten die Teilnahme mit Schulklassen auch im Angesicht der Corona-Pandemie und -Maßnahmen für unbedenklich. Im Erlass vom 25. August zu diesem Thema ist geregelt, dass Schulveranstaltungen sowie schulbezogene Veranstaltungen auf der Risikostufe 1 und 2 möglich sind, jedoch jeweils eine sogenannte Risikoanalyse vorgenommen werden sollte (Stufe 1) bzw. muss (Stufe 2). Tipps zur Risikoanalyse finden sich auf Seite 27 im Erlass. Aus unserer Sicht muss diese Analyse günstig ausfallen, da der Klimastreik natürlich draußen stattfinden wird, die Organisator*innen auf ein entsprechendes Sicherheitskonzept bedacht sind und auch bei der Anfahrt mit den Öffis ggf. ein MNS getragen werden kann.
  • Eine einfache Möglichkeit des Demobesuchs mit Klassen bleiben natürlich Ausflüge, sofern gut organisiert.
  • ! Im Jahr 2019 hat das BMBWF per Erlass festgestellt, dass Schüler*innen im Rahmen von Schulveranstaltungen oder schulbezogenen Veranstaltungen am damaligen Earth Strike teilnehmen dürfen. Aus unserer Sicht (sowie auch aus Sicht von Insidern einer Bildungsdirektion) ist der Erlass auch auf alle weiteren (großen) Klimastreiks direkt anwendbar, da die Argumentation des Erlasses ihre Gültigkeit nicht verliert. Nachfolgend sammeln wir, welche Bildungsdirektionen die Streikteilnahmen von Schulen unterstützen:
    • Vorarlberg -- Die Bildungsdirektion Vorarlberg hat den weltweiten Klimastreik 2021 -- so wie auch schon den Earth Strike 2019 -- per Verordnung explizit zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt!
    • Wien -- Die Bildungsdirektion Wien hat den weltweiten Klimastreik 2021 -- so wie auch schon den Earth Strike 2019 -- per Verordnung explizit zur schulbezogenen Veranstaltung erklärt!
    • Die anderen Bildungsdirektionen konnten sich nach unserem Kenntnisstand leider nicht zu einer solchen Verordnung durchringen. Wir bleiben in der Zukunft aber weiter dran!
  • Unabhängig von den Entscheidungen der Bildungsdirektionen (oder vom Ministerium) können die Schulen gesetzeskonform Folgendes selbst tun:
    • Der SGA bzw. das Klassen- oder Schulforum an der jeweiligen Schule (oder die jeweiligen Äquivalente an den anderen Schulstandorten) kann den Klimastreik zur schulbezogenen Veranstaltung erklären. Dann können Schüler*innen einfach per Anmeldung und ggf. unter Aufsicht von Lehrer*innen legal am Klimastreik teilnehmen (vgl. Girls Day).
    • Die jeweilige Schulleitung kann den Klimastreik zur Schulveranstaltung erklären. In diesem Fall ist die Teilnahme für Schüler*innen (z.B. die gesamte Oberstufe oder eine gesamte Klasse) jedenfalls verpflichtend. Diese Möglichkeit wird übrigens im BMBWF-Erlass explizit angesprochen.
  • Um die Demoteilnahme mit dem Unterricht zu verknüpfen, findet ihr zahlreiche Möglichkeiten auf unserer Materialseite, u.a. einen Arbeitsauftrag zur Demobeobachtung.
  • Wer die Eltern informieren oder sich deren Einverständnis zur Demoteilnahme einholen möchte, kann gerne unsere Vorlagen verwenden (siehe unten).
  • Nutzt die Gelegenheit, wenn ihr die Eltern informiert, und legt auch unsere Klimakrisen-Infobroschüre bei!

 

Praktische Tipps & Ideen für die Demoteilnahme:

  • Beachtet unseren 5-Stufen-Plan zur Aufsichtspflicht am Klimastreik, der auf dem Leitfaden der Jugendwohlfahrt zu diesem Thema beruht (Anmerkung: keine verbindliche Rechtsauskunft).
  • Allgemein empfehlen wir, eine Notfallnummer und fixe Treffpunkte an der Demoroute bekanntzugeben, an denen man sich sammeln kann, wenn jemand verlorengeht.
  • Nehmt etwas Hohes und gut Sichtbares mit, an dem eure Schüler*innen vom Weiten schon erkennen können, wo sich die Lehrer*innen und Mitschüler*innen aufhalten. Beispiel: Auf Karton beidseitig geklebtes Schullogo, befestigt an einem langen Stock.
  • Lasst eure Schüler*innen an diesem Tag gleichfärbige Kleidung tragen.
  • Geht als Schul-"Block": Malt große Banner und geht auf der Demo in einer großen, geschlossenen Gruppe. So habt ihr eine räumliche Abgrenzung zur restlichen Demo.
  • Faustregel: 1 Lehrkraft als Aufsichtsperson pro ca. 10-15 Schüler*innen!

 

Alle nützlichen Dateien in diesem Zusammenhang findet ihr nachfolgend:

 

Für Fragen stehen wir euch gern zur Verfügung.

PS: Wenn ihr öfter etwas von uns mitbekommen wollt, meldet euch gerne gleich zum Mailnewsletter der Teachers for Future an!

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